Innen- und Außenpolitik lässt sich thematisch nicht trennen, da die Innenpolitik Auswirkungen im Außen zeigt und sich die Folgen der Außenpolitik im Inneren unseres Landes spiegeln.

Die Souveränität der Bundesrepublik Deutschland

Nach mehr als 60 Jahren seit Kriegsende streben wir an, als eigenständiger Staat mit der Bezeichnung: Bundesrepublik Deutschland auf internationaler Ebene anerkannt zu werden. Per Volksabstimmung werden wir eine eigene Verfassung in Anlehnung an das Grundgesetz verabschieden. Mit der Wiedergewinnung der staatlichen Eigenständigkeit können wir uns auf gleicher Augenhöhe mit anderen Staaten sinnvoll in das Weltgeschehen einbringen. Nach der Deportation von Wirtschafts- und Kulturgütern nach dem 2. Weltkrieg und der jahrzehntelangen Zahlung von Regressansprüchen streben wir durch internationale Verständigung ein schuldfreies Deutschland an. Die Schuldfrage und die Verantwortungsübertragung für Handlungen und für das Geschehen vor und während des 2. Weltkrieges soll von den Schultern der Nachkriegsgenerationen, besonders der heutigen jungen Generation genommen werden. Wir streben ein schuldfreies Deutschland an. Diese Grundlagen eröffnen uns und besonders den nachfolgenden Generationen neue Horizonte für ein ganzheitliches, fortschrittliches, globalorientiertes Denken und Handeln.

 

Unsere Grundsätze für innen- und außenpolitische Konzepte

Nur ein Mensch, der in seiner Persönlichkeit, seiner Existenz und in seinen sozialen Strukturen stabil ist, kann der Gemeinschaft etwas geben. Für die Gemeinschaft, in ihrer Bedeutung als Gruppe von Individuen, gilt: Je größer sich ihr positives Potential darstellt, umso mehr kann sie dem großen Ganzen dienen. Dasselbe gilt im übertragenden Sinne für Staaten und Staatenbündnisse. Mit dieser Sichtweise werden wir innenpolitisch Strukturen aufbauen, welche innere Stabilität garantieren, um uns in der Außenpolitik für Frieden, Gerechtigkeit und um ein harmonisches Miteinander auf dieser Welt bemühen zu können. Der Wunsch nach und das Begehren von Macht ist nur der Ausdruck von der inneren Ohnmacht eines einzelnen Menschen. In der Regel gehen dem Bedürfnis nach Macht tiefe Verletzungen, Hilflosigkeit oder eine individuelle, aber auch die kollektive Entwicklung von Menschenverachtung (z.B. Rassismus) voraus, was wiederum seinen Ursprung in persönlichen Defiziten findet. Mit diesem Verständnis sehen wir das Machtstreben einzelner Interessengruppen und Völker, das von Staaten und ggf. von Staatenbündnissen innerhalb unseres Landes und in der Weltgemeinschaft. Das bedeutet für uns innen- wie auch außenpolitisch, dass wir Machtbestrebungen gleich welcher Art im Sinne des inneren und äußeren Friedens nicht unterstützen werden.

 

Der moderne, aufgeklärte Mensch weiß, dass Konflikte nicht mit Gewalt zu lösen sind und schon gar nicht auf militärischer Ebene. Gewalt erzeugt Gegengewalt. Dieses Ergebnis wird uns fast täglich in den Medien als Lehrbeispiel präsentiert. Elend, Tod, Schmerz und Hass sind die Folgen bei allen Beteiligten von militärischen Auseinandersetzungen, ihren Angehörigen und der Zivilbevölkerung. Im akuten und auch im generationsübergreifenden folgenden Wechselspiel der gegenseitigen Verletzungen entsteht nur das Bedürfnis nach Vergeltung. Hass kann nicht mit Hass bekämpft werden. Wir werden uns von kriegerischen Handlungen distanzieren und uns nicht weiter an diesen, weder direkt oder indirekt, beteiligen. Wir achten das höchste Gut des Menschen: Das Leben und dessen Unversehrtheit.

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